| Alter (Jahre) |
Risiko für Trisomie 21 |
| |
bei Geburt |
i.d. 12. SSW |
| 20 |
1 von 1527 |
1 von 1068 |
| 25 |
1 von 1352 |
1 von 946 |
| 30 |
1 von 895 |
1 von 626 |
| 31 |
1 von 776 |
1 von 543 |
| 32 |
1 von 658 |
1 von 439 |
| 33 |
1 von 547 |
1 von 383 |
| 34 |
1 von 445 |
1 von 297 |
| 35 |
1 von 356 |
1 von 249 |
| 36 |
1 von 280 |
1 von 187 |
| 37 |
1 von 218 |
1 von 152 |
| 38 |
1 von 167 |
1 von 112 |
| 39 |
1 von 128 |
1 von 89 |
| 40 |
1 von 96 |
1 von 64 |
| 41 |
1 von 73 |
1 von 51 |
| 42 |
1 von 55 |
1 von 36 |
| 44 |
1 von 30 |
1 von 20 |
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Liebe werdende Eltern,
die große Mehrzahl aller Kinder wird gesund geboren.
Für fast alle gilt dennoch: Familienplanung und Schwangerschaft bedeuten eine intensive Phase voller Gefühle, Wünsche, Hoffnungen und auch Unsicherheiten. Um Ihnen eine Hilfestellung zu geben, haben wir für Sie mit dieser Informationsbroschüre die Möglichkeiten der vorgeburtlichen (pränatalen) Diagnostik zusammengefasst. Dabei informieren wir Sie über die Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungen. Diese Maßnahmen dienen dem Ausschluss oder der Erkennung von Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes.
Vor einer geplanten Untersuchung gehen wir in einem persönlichen Gespräch auf alle Ihre Fragen ein. Unterzeichnen Sie bitte deshalb die Einverständniserklärung zu der geplanten Untersuchung erst nach der Beratung.
Was bedeutet Pränataldiagnostik?
Unter dem Begriff Pränataldiagnostik werden alle medizinischen Untersuchungen zusammengefasst, die helfen, den Gesundheitszustand des ungeborenen Kindes im Mutterleib zu erkennen. Die Untersuchungen dienen dem Ausschluss oder der Erkennung von Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes.
Welche Methode eingesetzt wird, richtet sich nach Ihrer Schwangerschaftswoche (SSW) und der speziellen Fragestellung (Alter, familiäre Vorbelastung, auffälliger Ultraschallbefund).
Zum Gebiet der Pränatalmedizin gehören neben Diagnostik und Beratung auch Behandlungsmaßnahmen bereits vor der Geburt. Vor allem kann die nach der Entbindung eventuell notwendige Therapie des Kindes bereits vor der Geburt deutlich besser geplant werden. Wesentlichen Anteil daran haben persönliche Gespräche mit den Ärzten, die Ihr Kind nach der Entbindung behandeln werden.
Was sind die Ursachen für Erkrankungen des Ungeborenen?
Es handelt sich dabei um Chromosomenstörungen, Erbkrankheiten oder Fehlentwicklungen der Organanlagen.
CHROMOSOMENSTÖRUNGEN
Chromosomenstörungen bedeuten bei den Trägern der Erbanlagen Abweichungen von der Norm: Hierbei können Anzahl oder Struktur der Chromosomen verändert sein. Normalerweise besitzt ein Mensch in jeder Zelle 46 Chromosomen, 23 von der Mutter und 23 vom Vater. Jedes Chromosom existiert somit als Paar.
Durch zufällige Verteilungsfehler kann ein Chromosom überzählig (dreimal anstatt zweimal) vorliegen. Man spricht dann von Trisomie. Am häufigsten ist die Trisomie des Chromosomens 21, bekannt als „Down-Syndrom“ (früher Mongolismus). Kleine Veränderungen im Aufbau der Chromosomen können ebenfalls einen Einfluss auf die Entwicklung des Ungeborenen haben. In jeder Schwangerschaft besteht ein kleines Risiko für solche zufälligen Chromosomenstörungen. Die Vorgeschichte Ihrer Familie und Ihre eigene Gesundheit haben hierauf keinen Einfluss. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer abweichenden Chromosomenzahl, beispielsweise mit Down-Syndrom ( Trisomie 21).
Zu Beginn der Schwangerschaft ist das Risiko für eine chromosomale Anomalie naturgemäß höher als zum Zeitpunkt der Geburt, da es bei Chromosomenstörungen – von der Natur so gewollt – im Verlauf der Schwangerschaft nicht selten zum Fruchttod kommt.
ERBKRANKHEITEN
Erbkrankheiten werden durch Veränderungen des Erbgutes hervorgerufen. Sie werden familiär weitergegeben und folgen einem regelmäßigen Erbgang. Erbkrankheiten können jedoch auch aufgrund von Neumutationen sporadisch bei einem bis dahin familiär unauffälligen Menschen entstehen. Die Erbkrankheiten können sowohl die Stoffwechselfunktionen als auch den Körperbau betreffen. Veränderungen der Gene, die zu den eigentlichen Erbkrankheiten führen, kann man in der Regel nur durch gezielte Suchtests feststellen. Bei Bedarf können in einem humangenetischen Beratungsgespräch eventuelle Erbkrankheiten im Stammbaum Ihrer Familie herausgefunden werden, verbunden mit einer Beratung über etwaige Konsequenzen. Einige Erbkrankheiten sind bereits vorgeburtlich mit den Methoden der Molekulargenetik diagnostizierbar. Bei Familien, in denen bislang keine Erkrankungsfälle bekannt sind, sind vorgeburtliche Suchtests auf das Vorliegen bestimmter Erkrankungen nur selten möglich.
ENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN
Es gibt auch Erkrankungen oder Fehlbildungen des Ungeborenen, die nicht immer mit einer Chromosomenstörung einhergehen. Am häufigsten betroffen sind Nieren und Harnwege, Herz und Gehirn. Ursachen für solche Fehlbildungen sind oft nicht zu finden. Manchmal können äußere Einflüsse wie Medikamente, Strahleneinwirkung oder mütterliche Infektionen zugrunde liegen.
Untersuchungsmethoden in der pränatalen Diagnostik
Zur Untersuchung Ihres ungeborenen Kindes und Ihrer Sicherheit bieten wir Ihnen ein umfangreiches Spektrum der Pränataldiagnostik. Neben modernster Technik, wie etwa hochauflösender Ultraschall- und Farbdopplertechnik einschließlich 3D/4D erwartet Sie ein hochqualifiziertes Praxisteam.
Damit wir Ihnen die maximale Sicherheit der Untersuchung bieten können, sollte die gewünschte Untersuchung zu einem optimalen Zeitpunkt stattfinden. Wenn die Untersuchung z. B. ab der 11+0. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich ist, dann bedeutet dies, dass Sie sich mindestens in der 12. SSW befinden müssen.
Tabellenübersicht
Untersuchungs-
methode |
Opt. Zeit-
punkt |
Ziel |
| Ersttrimester-Screening |
12+0 - 13+0 SSW |
Risikoabschätzung für eine Trisomie 21 |
| Chorionzottenbiopsie |
Ab 11+0 SSW |
Chromosomenuntersuchung, Ausschluss Trisomie 21 |
| Fruchtwasseruntersuchung |
Ab 14+1 SSW |
Chromosomenuntersuchung, Ausschluss Trisomie 21 |
| Triple-Test |
Ab 15+0 SSW |
Risikoberechnung für eine Trisomie 21 |
| Alpha-Feto-Protein (AFP) |
Ab 15+0 SSW |
Risikoabschätzung auf eine Spaltfehlbildungen („offener Rücken“) |
| Nabelschnurpunktion |
Ab 18+0 SSW |
Chromosomenuntersuchung, Ausschluss Trisomie 21 |
Differenzierter
Organ-Ultraschall / Echokardiographie |
19+0 - 20+6 SSW |
Ausschluss oder Erkennung
von Fehlbildungen und Entwicklungstörungen |
| Dopplersonographie |
Ab 26+0 SSW |
Frühzeitige Erkennung einer Entwicklungsstörung |
| schließen |
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